Erfahrung schon seit 1987
Die
Schmerzklinik ist
nach § 40 SGB V von allen
gesetzlichen Krankenkassen als
Rehabilitationseinrichtung anerkannt. Für Patienten mit
privater
Krankenkasse werden Krankenhaus- bzw. krankenhausvergleichbare Behandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt.
Beihilfefähig.
STOMATITIS
(Schleimhautentzündung des
Mundes, im Mund)
Der Begriff
Stoma (griechisch) bedeutet Mund und die Endung "itis" steht für eine Entzündung. Da der Mund bzw. die Mund höhle von einer Schleimhaut ausgekleidet ist, bezeichnet man eine Schleimhautentzündung des Mundes als Stomatitis. Eine En tzündung des Zahnfleisches wird als Gingivitis bezeichnet. Bei der Gingivostomatitis sind Zahnfleisch und Mund sch leimhaut entzündet.
Eine Stomatitis kann in 2 Formen auftreten:
als eigenständige (primäre) Erkrankung, oder
sekundär, als begleitendes Symptom (= Krankheitszeichen) einer anderen Krankheit oder auch Nebenwirkung einer Therapie
Mögliche Ursachen für eine Stomatitis:
Nicht selten ist eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) ursächlich.
Infektionen (Bakterien, Vieren), aber auch Pilzerkrankungen.
Intoxikation (schädliche Einwirkung durch Nikotin- aber auch Alkoholmissbrauch)
Seltener: Mangelhafte Zehn- bzw. Mundpflege, Vitaminmangel, Dehydratation (Entwässerung), Nebenwirkung von Chemotherapien.
Symptome (= Krankheitszeichen) einer Stomatitis:
In der Regel geben die Patienten Brennschmerzen im Bereich der Mund sch leimhaut an. Die Mund sch leimhaut ist gerötet, nicht selten besteht auch ein unangenehmer Mundgeruch.
Eine Sonderform ist die Stomatitis aphtosa, teilweise auch als Stomatitis herpetica oder Gingivostomatitis herpetica bezeichnet. In der Umgangssprache ist diese Erkrankung als Mundfäule bekannt. Betroffen sind Mund sch leimhaut und Zahnfleisch. Erreger ist der Herpes simplex-Virus Typ 1. Diese Stomatitis-Form tritt vorwiegend im Kindesalter (bis 3 Jahre) als Erstinfektion auf.
Therapie bei Stomatitis:
Dies erfolgt entsprechend der Ursache, bei bakteriellen Infektionen werden Antibiotika gegeben, bei Virusbefall Virustatika und bei Pilzbefall Antimykotika.
Leider kommt es gar nicht so selten vor, dass eine Schleimhautentzündung des Mundes und der damit verbundene Schmerz länger anhält, also in eine chron ische Form übergeht, und so Anlass zu einer speziellen Schmerztherapie gibt.
Sehr hilfreich sind in diesem Rahmen wechselseitige, engmaschig wiederholte Blockaden des Ganglion stellatum (= eine vegetative Schaltstelle im seitlichen Halsbereich) mit einem lang wirkenden, örtlichen Betäubungsmittel. Dabei kommt es durch Weitstellung der Blutgefäße (Sympathikolyse) im gleichseitigen Mund bereich zu einer deutlichen Steigerung der Durchblutung, die sowohl degenerativen (= abnutzungsbedingten) als auch entzündlichen Schmerzursachen (z.B. Gingivitis, Stomatitis) kausal (= ursächlich) entgegenwirkt. Von einer solchen Durchblutungsverbesserung profitiert auch ein gestörter Nervenzellstoffwechsel. Es reicht aber nicht aus, diese Blockade ab und zu durchzuführen, sondern es ist eine gehäufte Abfolge erforderlich, so z. B. ein bis zwei Mal täglich über 10 Tage, was allerdings einen stationären Aufenthalt voraussetzt.
Teilweise werden bei einer Schleimhautentzündung des Mundes auch Blockaden des Ganglion cervicale superius (= eine vegetative Schaltstelle im Mund - bzw. Rachenbereich) empfohlen. Diese Blockadetechnik erfolgt als GLOA (= Blockade mit einem Opium-ähnlichen Wirkstoff), der Nachteil gegenüber der Verwendung eines Lokalanästhetikums (= örtliches Betäubungsmittel) ist aber, daß die Wirkung auch bei wiederholter Anwendung kaum anhaltend ist, da die sympathikolytische (= gefäßerweiternde) Komponente nur gering oder gar nicht ausgeprägt ist.
Geht die Stomatitis von einer En tzündung des Zahnfleisches (Gingivitis) des Oberkiefers aus, sind engmaschig (1-2 x tgl. ca. 10-12 Tage lang) wiederholte Blockaden des gleichseitigen N. alveolaris superior hilfreich, dabei kommt es ebenfalls zur einer Gefäßweitstellung und damit Durchblutungssteigerung im betroffenen Bereich, die, wie weiter oben schon ausgeführt, Entzündungen sicher zum Abklingen bringen. Dazu wird der übergeordnete Nerv N. maxillaris (= übergeordneter Nerv des Oberkiefers) durch die Incisura mandibulae (= ein Einschnitt am Unterkieferknochen, kiefergelenksnahe) hindurch mit einem lang wirkenden örtlichen Betäubungsmittel blockiert. Entsprechend wird bei einer Zahnfleischentzündung des Unterkiefers der Nervus mandibularis (= übergeordneter Nerv des Unterkiefers) durch die Incisura mandibulae hindurch blockiert.
Stehen Entzündungen der Wangenschleimhaut im Vordergrund, ist eine Blockadeserie des gleichseitigen Nervus buccalis über den N. mandibularis hilfreich.
Bei einer Gingivostomatitis werden Gesichtsnervenblockaden (N. maxillaris und/oder N. mandibularis) mit Blockaden des Ganglion stellatum kombiniert.
Daß Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.
Laut der
Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben
alle
Versicherte
(also auch ältere
Patienten)
einer gesetzlichen Krankenkasse
einen Rechtsanspruch auf eine
Rehabilitation und
können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch
einen
Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses
Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten
bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05)
und Hessen ((Az.: L 1 KR
2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen
Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet,
die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu
berücksichtigen (eine
Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst
zu)).
Ein Recht, die Reha-Klinik selbst auszuwählen
(gilt auch für Anschlußheilbehandlungen), haben nach §9 Sozialgesetzbuch
IX nicht nur Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen, sondern
Versicherte aller gesetzlichen Rehabilitationsträger, also auch
Rentenversicherungen oder Unfallversicherungen. Die deutsche
Gesellschaft für medizinische Rehabilitation hat dazu eine informative
Broschüre herausgegeben:
http://www.degemed.de/pdf/Klinik_nach_Wunsch.pdf.
Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).
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